Wartung

 

Eine Photovoltaikanlage ist wartungsarm, doch eine regelmäßige professionelle Wartung ist aus mehreren Gründen sinnvoll, denn sie sichert den langfristigen Ertrag und erhält Garantieansprüche. Die Leistungen im Wartungsvertrag Photovoltaik sind breit gefächert: vom Fernmonitoring und vierteljährlichen Sichtkontrollen bis hin zur jährlichen Detailanalyse lässt sich ein Wartungsvertrag auf die individuellen Bedürfnisse zuschneiden.

Einige Anhaltspunkte über den Zustand der Photovoltaik Anlage kann man selbst sammeln. Um festzustellen, ob eine Photovoltaik Anlage gut funktioniert, sollte man die Erträge regelmäßig überprüfen und die Werte mit Werten aus entsprechenden Datenbanken vergleichen. Ist die Photovoltaik-Anlage bereits länger im Betrieb, dienen Vorjahreswerte als Vergleich. Liegt der aktuelle Ertrag deutlich unter diesen Werten, sollte ein Fachmann die Anlage überprüfen.

Verschmutzungen wie zum Beispiel Staub werden größtenteils auf natürlichem Wege von Regen und Schnee beseitigt. Laub, Moos, Vogelkot oder andere größere Verschmutzungen sollten allerdings manuell entfernt werden, da diese die Leistung der Photovoltaikanlage mindern.

Alle weitergehenden Arbeiten sollte ein Fachbetrieb per Wartungsvertrag übernehmen: manche Hersteller fordern eine regelmäßige Wartung, damit die Garantie bestehen bleibt. Dies sollte beim Kauf einer Anlage abgeklärt werden. Professionelle Photovoltaik Wartung entbindet den Betreiber auch von Arbeiten, die potentiell gefährlich sind (wie Reinigungsarbeiten auf dem Dach), oder mangels technischer Ausstattung oder Fachwissen kaum in Eigenregie durchführbar sind.

Ein Wartungsvertrag für Photovoltaik enthält verschiedene Leistungen. Neben einem kontinuierlichen Fernmonitoring findet meist eine Sichtkontrolle der Solarmodule statt: sind die Module eventuell verschmutzt oder weisen sie Beschädigungen an Glas oder Rahmen auf? Auch die Kontrolle der Unterkonstruktion sollte Bestandteil von einem Photovoltaik Wartungsvertrag sein. Hierbei wird festgestellt, ob Schrauben, die Befestigung und Klemmverbindungen intakt sind und die Dachhaut wird auf Fehler überprüft. Auch die Kontrolle der Zähleranlage ist sinnvoller Teil von einem Wartungsvertrag.

Ein weiterer wichtiger Punkt in einem Wartungsvertrag ist die Kontrolle vom Wechselrichter. Neben einer Kontrolle der Steckkontakte und Anschlüsse sollte auch die Funktionsfähigkeit der Sicherheitseinrichtungen überprüft werden. Auch die technisch-elektrische Leistungsfähigkeit – beispielsweise die DC-Leerlaufspannung – des Wechselrichters sollte mit den Sollwerten abgeglichen werden. Am Ende der Wartung erstellt der Fachbetrieb ein Ergebnisprotokoll, von welchem man sich ein Exemplar aushändigen lassen sollte – im Schadenfall hilft es bei der Inanspruchnahme einer Photovoltaik Versicherung.

Neben den handelsüblichen Bestandteilen von einem Wartungsvertrag sind die Konditionen variabel und verhandelbar. So kann zum Beispiel eine Sichtkontrolle vierteljährlich durchgeführt werden, während eine genaue Inspektion der Photovoltaik-Anlage im jährlichen Rhythmus stattfindet. Ebenso vielfältig ist die Laufzeit von einem Wartungsvertag gestaltbar: von einem Jahr bis zur Gesamtlaufzeit einer Anlage.

Die Kosten einer Photovoltaik Wartung werden über verschiedene Methoden berechnet. Während manche Firmen Pauschalen von circa 100 Euro für eine Wartung veranschlagen, sind für regelmäßige Inspektionen Preise von 7 – 12 Euro pro installiertem Kilowatt Leistung in einem langfristigen Wartungsvertrag üblich.

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