Verschattung

 

Schattenwurf kann die Leistung Ihrer Photovoltaikanlage empfindlich beeinflussen. Die Bahn der Sonne sollte deshalb in der Planungsphase genau berücksichtigt werden. Wichtig ist, dass die Anlage möglichst zu keiner Tages- oder Jahreszeit im Schatten liegt. Fachbetriebe helfen Ihnen, die Toleranzgrenze der Verschattung zu bestimmen.

Um herauszufinden, ob eine Photovoltaikanlage verschattet wird, sollten Sie das Dach beobachten. So finden Sie heraus, ob beispielsweise Bäume, andere Häuser, Berge oder Schornsteine die direkte Sonneneinstrahlung behindern. Wichtig ist, dass Sie die Beobachtung einen ganzen Tag über durchführen. Wirft ein umstehender Baum zu Beginn des Tages keinen Schatten kann dies am Nachmittag der Fall sein.

Bedenken Sie außerdem, dass die Photovoltaikanlage mindestens 20 Jahre in Betrieb ist. Bäume wachsen und die Nachbarn könnten ihr Haus ausbauen – beachten Sie dies bei Ihren Überlegungen und klären Sie es möglicherweise mit Ihren Nachbarn ab.

Die Bahn der Sonne ändert sich über das Jahr und somit auch der Schatten. Wer ganz genau abklären will, wie hoch die Verschattung seiner Photovoltaikanlage ist, sollte die Dachfläche mindestens ein halbes Jahr beobachten. Hilfe leistet hier ein so genannter Sonnenstandanalysator. Auf einer durchsichtigen Folie sind die Sonnenbahnen eingezeichnet. Diese wird auf dem Dach so ausgerichtet, wie die Module später angebracht werden sollen. So können die Schatten, die umliegende Hindernisse werfen, für das Jahr berechnet werden. Solch eine genaue Berechnung ist jedoch meistens nicht notwendig.

Auf Flachdächern werden mehrere Reihen von Photovoltaikmodulen angebracht, da das Dach in den meisten Fällen groß genug ist. Bei der Montage muss darauf geachtet werden, dass der Abstand zwischen den Reihen ausreichend ist, damit die Solarmodule keinen Schatten aufeinander werfen. Als Faustregel für den optimalen Abstand gilt das 5-fache der Breite der Modulreihen.

Falls doch eine geringfügige Verschattung auftritt, stellt dies meistens nur eine geringe Ertragsminderung dar. Sprechen Sie mit ihrem Photovoltaik-Fachbetrieb vor Ort um abzuklären, wie viel Verschattung tolerabel ist.

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