Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

 

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war und ist Motor und entscheidender Treiber für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Es trat im April 2000 in Kraft und folgte auf das Stromeinspeisegesetz, das ab 1991 erstmals die systematische Förderung von regenerativ erzeugtem Strom festlegte. Seit seinem Bestehen wurde das EEG mehrfach revidiert, um es an die aktuellen Entwicklungen anzupassen.

Das Grundprinzip des Erneuerbare-Energien– Gesetzes ist, einen festen Vergütungssatz für den erzeugten Strom zu zahlen, die so genannte Einspeisevergütung. Gefördert wird die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Deponiegas, Biomasse, Geothermie, Windenergie und Sonnenenergie – und somit auch Photovoltaik. Der Vergütungssatz für den Strom aus den unterschiedlichen Technologien ist dabei an den jeweiligen Erzeugungskosten des Stroms orientiert.

Das Prinzip des EEG ist einfach: Die Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten für die Dauer von 20 Jahren plus die Monate im Herstellungsjahr einen festen Vergütungssatz pro Kilowattstunde. Die Höhe der Einspeisevergütung richtet sich nach der Art der Stromerzeugung, nach Standorten und bei PV-Anlagen nach der Größe der Anlagen und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

Die Vergütungssätze bleiben für die einzelne Anlage über die 20 Jahre gleich, unterliegen aber einer üblicherweise jährlichen Degression um einen bestimmten Prozentsatz. Dies bedeutet, dass die auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung niedriger wird, je später eine Anlage am Netz ist. Die Degression der Vergütungssätze gehört zu den Grundprinzipien der Förderung nach EEG. Sie soll Anreize zu Kostenreduzierung und Innovation schaffen sowie die Erneuerbaren Energien schneller an den Markt heranführen.

Ein weiterer wichtiger Grundsatz des Gesetzes ist der Einspeisevorrang des Stroms aus Erneuerbaren Energien. Die Betreiber haben Anspruch auf unverzüglichen und vorrangigen Anschluss ihrer Anlage an das Stromnetz. Im Gegenzug sind die Betreiber von Photovoltaik#anlagen dazu verpflichtet, den Strom, den sie nicht selbst benötigen, in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Darüber hinaus besteht auch Anspruch auf unverzügliche und vorrangige Abnahme des zur Einspeisung angebotenen regenerativen Stroms sowie dessen Übertragung und Verteilung. Zu diesem Zweck ist der Netzbetreiber auch zur Ausweitung der Netzkapazität verpflichtet. Droht eine Überlastung der Netze, greifen die Regeln zum Einspeisemanagement, wonach einzelne Anlagen gegen Entschädigung abgeregelt werden können.

In den Fassungen von 2009 und 2012 wurden mit dem EEG zudem weitere Anreize zur Systemdienstleistung, und zur Direktvermarktung regenerativen Stroms geschaffen. Die jeweils aktuell geltende Fassung des EEG können Sie kostenlos über die Website www.gesetze-im-internet.de abrufen.

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