Blitzschutz

 

oder auch Überspannungsschutz für eine Photovoltaikanlage: Darunter versteht man die Absicherung gegen Schäden durch Blitzschlag.

Ob eine neue PV-Anlage bei einem Gebäude mit einer bestehenden Blitzschutzanlage (BSA) durch zusätzliche Blitzschutzmaßnahmen abgesichert werden muss, liegt u.U. im Ermessen von Eigentümern oder Versicherungen. Bei Gebäuden mit BSA kann es vorkommen, dass durch die Montage der PV-Anlage der vorhandene Blitzschutz des Gebäudes beeinträchtigt oder unwirksam wird.

Auszug aus dem ABB-Merkblatt 11 Blitzschutz von Photovoltaikanlagen: „PV-Anlagen können sowohl durch direkte als auch durch nahe Blitzeinschläge gefährdet werden. Durch die dabei auftretenden hohen Spannungen und sehr großen Ströme entstehen elektrische und magnetische Felder, die PV-Anlagen stark bedrohen…Generell erhöht eine PV-Anlage nicht die Gefahr eines Blitzschlags. Durch die PV-Anlage wird die Höhe des Gebäudes nicht oder nur unwesentlich verändert… Im Falle von Flachdächern ist jedoch festzustellen, dass Blitzeinschläge hier bevorzugt aus der Dachfläche herausragende Dachaufbauten treffen, beispielsweise also die PV-Module… Dies gilt es zu verhindern. Der Blitzschutz für eine PV-Anlage erfordert einen Schutz gegen direkte Blitzeinschläge (Äußerer Blitzschutz) und weitergehende Überspannungs-Schutzmaßnahmen zum Schutz der Anlagenkomponenten (Innerer Blitzschutz). Die PV-Anlagen können grob unterteilt werden in diejenigen, für die ein Schutz vor direkten Blitzeinschlägen möglich ist oder bereits existiert (es sind also keine direkten Blitzeinschläge möglich), und solche, die nicht in einem Schutzbereich stehen, damit also direkten Blitzeinschlägen bzw. erheblichen Blitzteilströmen ausgesetzt sind. Weist das Gebäude bereits einen Äußeren Blitzschutz auf, so muss sich die PV-Anlage darin anpassen. Dies gilt insbesondere auch für Gebäude der öffentlichen Hand, bei denen…ein Blitzschutzsystem gefordert wird (z.B. Landesbauordnungen),…“

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